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Schonmal Prokrastination gegoogelt ?



Bist Du ein Aufschieber oder schon ein Prokrastinationsprofi?

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Jeder kennt die Situation: Belege stapeln sich auf dem Schreibtisch, die Buchhaltung wartet, und der Steuerberater hat bereits nachgefragt. Trotzdem fällt es schwer, anzufangen. Stattdessen erscheinen plötzlich andere Dinge dringender: kurz die E-Mails prüfen, noch schnell einen Kaffee holen, ein Blick in die Vorbereitung für das nächste Meeting. Die eigentliche Aufgabe wird verschoben – wieder einmal.

Gelegentlich ist das völlig normal. Problematisch wird es, wenn aus gelegentlichem Aufschieben ein Dauerzustand wird. Dieses Verhalten wird als Prokrastination bezeichnet: das systematische Vertagen notwendiger Aufgaben trotz absehbarer negativer Folgen. Gerade im unternehmerischen Alltag kann das gravierende Konsequenzen haben. Unsortierte Belege, Zeitdruck, unnötige Fehler oder versäumte Fristen führen nicht nur zu Stress, sondern unter Umständen auch zu finanziellen Nachteilen. Und auch der beste Steuerberater kann fehlende Zuarbeit nicht kompensieren.

Die Ursachen für Prokrastination sind vielfältig. Häufig liegen sie nicht in mangelnder Disziplin, sondern in strukturellen oder mentalen Faktoren: unklare Prioritäten, fehlendes Zeitmanagement, schlechte Organisation, Ablenkungen oder Konzentrationsprobleme. Auch die innere Bewertung einer Aufgabe spielt eine große Rolle. Was als unangenehm, kompliziert oder überfordernd wahrgenommen wird, wird gerne aufgeschoben. Kurzfristig fühlt sich das entlastend an, langfristig verstärkt es jedoch Druck und Unzufriedenheit.

Ein universelles Gegenmittel gibt es nicht. Doch es existieren bewährte Strategien, mit denen sich Aufschieberitis deutlich reduzieren lässt:

 

1. Ordnung schaffen
Ein aufgeräumter Arbeitsplatz reduziert mentale Reibung. Unordnung erzeugt unbewusst Stress und erschwert den Einstieg.

 

2. Teilerfolge nutzen
Große Aufgaben wirken oft blockierend. Kleine, klar definierte Schritte senken die Hemmschwelle und fördern Motivation.

 

3. Unangenehmes zuerst erledigen
Was man gedanklich ständig mit sich trägt, kostet Energie. Frühes Erledigen schafft spürbare Entlastung.

 

4. Ablenkungen konsequent minimieren
Smartphone, E-Mails und Internet sind häufige Störquellen. Störungsfreie Zeitfenster steigern die Effektivität erheblich.

 

5. Verbindlichkeit herstellen
Wer Vorhaben kommuniziert, erhöht die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung. Externe Erwartungen wirken oft stärker als innere Vorsätze.

 

6. Pausen bewusst einplanen
Konzentration ist keine Dauerressource. Regelmäßige Unterbrechungen stabilisieren Leistungsfähigkeit.

 

7. Routinen etablieren
Feste Abläufe reduzieren Entscheidungsaufwand. Was zur Gewohnheit wird, benötigt weniger Überwindung.

 

8. Positive Zielbilder nutzen
Das bewusste Vorstellen des guten Gefühls nach erledigter Arbeit kann Antrieb erzeugen.

 

9. Aufgaben sinnvoll strukturieren
Wichtige und anspruchsvolle Tätigkeiten sollten nicht permanent zugunsten kleiner Nebentätigkeiten verdrängt werden.

 

10. Selbstbelohnung einsetzen
Belohnungen verstärken gewünschtes Verhalten. Sie wirken besonders gut bei ungeliebten Aufgaben.

 

11. Prioritäten klar definieren
Nicht alles ist gleich wichtig. Klare Gewichtung verhindert ständiges Reagieren statt planvollem Handeln.

 

Prokrastination ist kein persönliches Versagen, sondern ein verbreitetes Verhaltensmuster. Mit passenden Strategien und realistischen Strukturen lässt es sich jedoch wirksam durchbrechen.

Wenn Du dabei Unterstützung möchtest oder individuelle Lösungsansätze suchst, kannst Du mich gerne kontaktieren:

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